Was wir wollen

Wir, die linksjugend [‘solid], sind junge Menschen aus der Region Trier. Wir treten ein gegen eine zunehmend ungerechtere Welt und engagieren uns für linke Politik.

Viele unserer Probleme haben ihre Ursache im Kapitalismus, der die Menschen zum Profitstreben zwingt. Die Folge davon sind Armut, Existenznot und Umweltzerstörung.

Wir wollen, dass alle Menschen unabhängig von Alter Geschlecht, sexueller Orientierung oder Identifikation, Herkunft oder Einkommen frei von Zwängen miteinander leben können. Doch ein Gesellschaftsmodell, dessen Antrieb es ist, aus Geld mehr Geld zu machen, steht dem nur im Weg. Heute entscheiden nicht die Menschen, sondern der Markt, wer was wie produziert.

Doch die Logik des Marktes ist absurd: Sie zwingt konkurrierende Unternehmen, den maximalen Profit zu erwirtschaften. Menschen und Natur sind dabei Kostenfaktoren, die beliebig ausgebeutet werden. Der Profit entscheidet, ob Getreide zu Nahrung oder Sprit verarbeitet wird. Technischer Fortschritt könnte dafür sorgen, dass alle Menschen weniger arbeiten müssen, doch im jetzigen Wirtschaftssystem führt er nur dazu, dass einige Wenige weiterhin nicht arbeiten und der Großteil teilweise sogar noch mehr arbeitet.

Selbst in den Gewinnerregionen des internationalen Marktes sind die Lebensbedingungen der Mehrheit unsicher und fremdbestimmt. Viele wissen nicht, wie sie nächsten Monat die Miete zahlen sollen. Auch in Trier sind explodierende Wohnkosten die Realität. Burn-Out und Depressionen sind Volkskrankheiten geworden. Inmitten all dieses Elends bereichern sich einige Wenige am Leid der Mehrheit, leben in unvorstellbarem Luxus und tun alles dafür, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.

Deshalb reicht es leider nicht, öfter mal zu Fuß zu gehen oder aufs Rad zu steigen, statt mit dem Auto zu fahren. Oder dass alle mal ein bisschen netter zueinander sind. Sondern wir müssen die Gesellschaft anders organisieren. Wir müssen die Art und Weise, wie entschieden, produziert und verteilt wird, ändern.

Die Gestaltung unserer Gesellschaft wollen wir nicht Anderen überlassen. Wir kämpfen gegen Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnisse, unter denen wir und andere zu leiden haben. Wir wollen selbstbestimmt leben, ohne uns von Marktzwängen, dem Staat oder gesellschaftlichen Normen herumkommandieren zu lassen.

Dafür müssen wir uns unser Unternehmen, unsere Stadt und unsere Straßen zurückholen. Wir kämpfen für die Demokratisierung aller Lebensbereiche. Die Menschen müssen über alles, was ihren Alltag betrifft, selbst entscheiden können. Doch auch die Befürworter des Bestehenden sind gut organisiert. Nur, wenn wir uns zusammenschließen, werden wir gehört. Das Ringen um eine bessere Gesellschaft, um die Realität der Zukunft, hat längst bekommen.